Unfall, Krankenhaus und tolle Campsite in Tsumeb – Namibia Roadtrip Tag 16+17

Der Namibia Roadtrip Tag 16 begann unschön, denn Jessicas Schwellung am Auge war wieder schlimmer geworden.
Es war nun klar, dass wir auf jeden Fall in ein Krankenhaus müssen.

Somit verließen wir das schöne Namutoni Camp im Etosha Nationalpark in Richtung King Nehale Gate, denn wir hofften so noch einmal Elefanten und viele weitere Tiere zu sehen.

Obwohl wir früh dran waren, drückte die Zeit und somit ließen wir einige schöne Streckenabschnitte aus und sahen dadurch leider weniger Tiere.

Zebras im Etosha Nationalpark

Kudus im Etosha Nationalpark

Egal, denn primäres Ziel war eben das Krankenhaus in Tsumeb!

Über King Nehale Gate nach Tsumeb

Am King Nehale Gate angekommen wunderten wir uns, denn man checkte unser Auto nicht wirklich.

In der Regel schaut man sich hier eigentlich alles genau an und so war es auch gewesen, als wir am ersten Tag im Etosha Nationalpark den Park über das Anderson Gate wieder verlassen hatten.

Man schaute in der Kühlschrank, in Rucksäcke und Taschen.

Waffen sind nämlich im Park verboten und man hat hier die Sorge, dass weitere Nashörner oder auch Elefanten etc. Wilderern zum Opfer fallen.
Vor allem Nashörner werden sehr oft von Wilderern getötet, da deren Horn für sehr viel Geld nach China verkauft werden kann – eine sehr traurige Geschichte
!
Aus diesem Grund sind auch Drohnen und Drohnenflüge im Etosha Nationalpark verboten… natürlich ließen wir unsere Drohne daher auch eingepackt!


Nachdem das King Nehale Gate passiert war, ging die Reise in Richtung Tsumeb weiter.

Mehrere Stunden Fahrt auf Teerstraße wurden heruntergerissen und es passierte nichts besonderes.

AUSNAHME:
An einem „Vet Point“ wurde unser Auto abermals aus selbigem Grund wie oben genannt gecheckt und die Kontrolleurin hatte dabei ein Auge auf unseren Kühlschrank und die Bananen darin geworfen.
„OHHH Bananas“ sagte sie… „Can I have?“…

Ich sagte ihr, dass sie eine Banane nehmen dürfe, denn sie hatte schon die restlichen 3 in der Hand.
Leicht unglücklich, erstaunt und etwas unfreundlich sagte/fragte sie „Only one?“, was ich ihr nett lächelnd bestätigte! 🙂

Immerhin hatten wir mit den 3 Bananen für das Frühstück und die weiteren Tage gerechnet. 🙂

Irgendwie trotzdem glücklich wünschten wir uns noch einen schönen Tag und sie ließ sich ihre Banane schmecken!
Und dann irgendwann erreichten wir nach einiger Zeit endlich Tsumeb.

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Ohhh Tsumeb, wieso tust du uns das an?

Hier wurde dann alles etwas „unschön“ und wir fassen uns nun vielleicht etwas kürzer, denn die ausführliche Version kannst du dir im Video anschauen!

Das Navi leitete uns in eine falsche Straße oder wir bogen nur zu früh ab… wie dem auch sei!

Das Privatkrankenhaus verwechselten wir somit mit einem Hotel, da wir in der Eile nicht auf das Schild geschaut hatten.

An der Rezeption bemerkten wir den Fall und die nette Dame meinte, dass wir nur einfach weiter die Straße entlang fahren müssen und dann da nach einigen Sekunden am Privatkrankenhaus sind.


Jessi hatte Sekunden zuvor auch noch in einen Dorn getreten und blutete ordentlich am Zeh.
Ihr Auge tat weh und weil sie grad auch noch ihre Tage hatte, war ihr schwindelig und einfach mal nicht gut.

Also schnell wieder ins Auto und zum Krankenhaus… doch dann passierte es!


Ich legte den Rückwärtsgang ein, schaute in den Spiegel, sah kein Auto hinter mir, der Parkwächter schaute mich auch nur lächelnd an, während er auf einer Mauer saß und zeigte nicht, dass da etwas hinter mir stand.

Ich setzte zurück und dann knallte es – ein neuer Chevrolet stand so hinter unserem Wagen, dass ich ihn nicht sehen konnte.

Mit unserem Auto blieb ich auf seiner Anhängerkupplung hängen, demolierte seine hintere Stoßstange und als ich wieder vorfahren wollte, demolierte die Anhängerkupplung unser Auto.

WHAT THE FUCK… mehr ging mir nicht durch den Kopf (sorry für die harten Worte)!
Jessi war mittlerweile kreidebleich und sie wollte nur zum Arzt und Ruhe haben.

Nun musste aber erst einmal die Polizei gerufen werden.

Tsumeb und seine tolle Polizeistation – willkommen im Amerikanischen Krimi

Die Polizei ließ sich Zeit und anstatt den Fall vor Ort aufzunehmen und Bilder zu machen, wurden wir gebeten, mit auf die Polizeistatiion zu kommen.

Der Polizist kannte den Geschädigten, sie quatschten erst einmal (wir verstanden kein Wort) und dann fuhren wir zu dritt los.
Der Geschädigte hatte jedoch einen Termin und durfte nach einigen Minuten gehen…

Somit standen wir allein in einer Polizeiwache in Tsumeb, mitten in Nambia.
Hier sah es aus wie in einem US Amerikanischen Krimi.

Die Wache war alt und heruntergekommen, es roch übel und stank nach Schweiß.
Wieso? Weil direkt in der Mitte des Raumes die kleine Gefängniszelle war.

Die Inhaftierten, viel zu viele Menschen auf einem Haufen für solch eine winzige Zelle, drückten sich an die Gitter um Jessi zu „bestaunen“.

Nach Minuten wurden sie dann endlich etwas „ruhiger“…
Aber wir können euch sagen, dass dieses Gefühl echt komisch war.

Wir kamen uns vor wie im falschen Film! 😉


Weitere Kurzversion:
wir verbrachten hier mehrere Stunden, ich durfte der Polizistin beim Ausfüllen des Polizeiberichts helfen da sie einfach nicht wusste, was wohin und wie eingetragen werden muss, Jessi war kurz vorm kollabieren und blass wie eine Leiche und als endlich alles fertig war und wir für die Kopien des Berichtes (für die Autovermietung) bezahlen wollten, ging plötzlich die Zellentür auf und wir mussten DURCH die Schlange der Inhaftierten gehen – ohne Schutz oder Absperrung.

Glaubt uns… an diesem Tag fühlten wir uns definitiv wie im falschen Film!
Zum Glück blieben alle stehen und es passierte nichts… man weiß ja nie, wieso die Menschen dort in der Zelle sitzen!


Wir waren einfach nur extrem froh, dass wir die teuerste Autoversicherung gewählt hatten bzw. das teuerste Paket, denn so hatten wir nur eine Selbstbeteiligung von knapp über 100€ zu zahlen und alles andere bereitete uns keine Sorgen.
Alles richtig gemacht…


Der von uns Geschädigte war zum Ende hin auch wieder aufgetaucht und zum Glück auch die ganze Zeit über super nett gewesen.
Er war wohl jemand, den jeder, sogar die Menschen in der Zelle kannten!
Auch alle Polizisten… er arbeitete wohl für die Regierung und erzählte uns von Urlauben in Schweden…

Alles in allem eine einfach kuriose, aber auch sowas von unnötige Situation.

Aber hey, auch das ist eine Weltreise!

Auf ins Tsumeb Privat Hospital

Der Geschädigte war dann später noch so nett vor uns her zu fahren, damit wir diesmal auch wirklich das private Krankenhaus in Tsumeb finden und erreichen konnten!

Alles lief problemlos, der Arzt sprach perfekt Englisch, Jessi bekam 2 Medikamente gegen eine Art Bindehautentzündung verschrieben, die Medikamente waren dann auch in der Apotheke vorrätig gewesen und somit konnte der „Alltag“ zurück kehren!

Auf ging es zum Campingplatz in Tsumeb!

Ankunft auf dem Kupferquelle Resort Campingplatz der Luxusklasse!

Online hatten wir uns einen Platz auf dem Kupferquelle Resort Campingplatz vorgebucht.

Was uns hier erwartete, war purer Luxus verglichen damit, was wir die Zeit zuvor an Campingplätzen gesehen hatten.
Die Lage war jetzt nicht der Brüller, verglichen z.B. mit der wundervollen Spitzkoppe Campsite, aber der Rest… wirklich echtes Luxus-Camping!

Campen auf Rasenflächen, riesiges Restaurant, tolle Bade- und Duschräume, Waschräume mit großen, modernen und sauberen Waschmaschinen und Trocknern (daher hatten wir diese Campsite ausgewählt)…

Tsumeb Kupferquelle Resort Campsite

Kupferquelle Resort Badezimmer Tsumeb

Kupferquelle Resort in Tsumeb Namibia

…eine wundervolle Gartenanlage und ein RIESIGES Olympiaschwimmbecken.

Gartenanlage Kupferquelle Resort in Tsumeb

Kupferquelle Resort Schwimmbecken

Kupferquelle Resort Camping Olympia Schwimmbecken

DAS hatten wir so echt nicht erwartet.

Auch ein kleiner Supermarkt gehört zum Kupferquelle Resort dazu und die Auswahl dort war mehr als gut und die Preise ok!

Irgendwie kamen wir uns mehr vor wie in einer Urlaubsanlage, anstatt auf einem Campingplatz.
Die Abwechslung war aber willkommen! 🙂


Hier ließen wir alles sacken und buchten direkt für einen weiteren Tag um einfach ausspannen und etwas arbeiten zu können.

Die Zeit hier tat extrem gut, die Menschen waren nett und wir lernten ein extrem nettes und älteres Paar aus Südafrika kennen.

Am Abend und vor allem aber am Morgen unterhielten wir uns eine Ewigkeit über Camping, Namibia, Geländewagen, deren und unsere Abenteuer, Gott und die Welt.
Sie kochten für uns Kaffee mit und beide sprachen sogar Deutsch, denn sie waren nun schon Südafrikaner (er) in fünfter Generation und aus Namibia (sie) mit eben Vorfahren aus Deutschland.

Einfach tolle Momente und eine nette neue Bekanntschaft.
Auch luden sie uns auf die eigene Farm in Südafrika ein, welche wohl leider nie auf unserer Route liegen wird!
Aber vielleicht ja doch irgendwann einmal in der Zukunft.

Wir tauschten Daten und Adressen aus und sie verabschiedeten sich mit 2 Snackpaketen aus Nüssen und Samen.

Solche Momente machen eine Weltreise aus!!!
Danke ihr Zwei!

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Ausspannen und sacken lassen

Am folgenden Tag ging es Jessi auch wieder besser, wir hatten gearbeitet, etwas Zeit am Pool verbracht und dort ausgespannt, Wäsche gewaschen und vor allem mal eins getan:
DAS ERLEBTE SACKEN GELASSEN!

Reist du schnell und bist du fast täglich woanders, bekommst du immer neue Eindrücke und ein Highlight jagt oftmals das nächste Highlight.
Dann ist es wundervoll auch mal 2 Tage oder mehr an einem Ort zu sein, das Leben zu genießen und das erlebte wirklich aufnehmen und realisieren zu können.

Genau dazu haben wir einen Großteil der Zeit genutzt, über die letzten Tage, Momente und die wundervolle Namibia Reise gesprochen.

Auch wenn der Unfall zuvor unnötig gewesen war und irgendwo ärgerlich, so waren wir hier nun einfach nur glücklich gewesen.

Glücklich so wundervolle Momente erleben zu dürfen und jeden Abend mit einem Lächeln im Gesicht die Augen schließen zu können.

Genau daher sind wir auf unserer persönlichen Weltreise!
Dies war einer der Gründe!


Am folgenden Tag ging die Reise dann weiter zu einer Campsite mitten im Bush – totales Kontrastprogramm, aber mehr dazu im nächsten Blogpost!


Das Video zu diesem Blogpost findest du hier:

VIDEO: Unfall, Polizei, Gefängnis und Krankenhaus in Namibia auf Weltreise | VLOG #182



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Ganz liebe Grüße,
Daniel und Jessica

P.S.: Hier gibt es alle weiteren Namibia Selbstfahrer Blogposts und unsere Namibia YouTube Videos!

Mehr Bilder gibt’s wie immer auf Instagram und Facebook!

2 Gedanken zu “Unfall, Krankenhaus und tolle Campsite in Tsumeb – Namibia Roadtrip Tag 16+17

    1. Ganz lieben Dank für die netten Worte Daniela.
      Freut uns so sehr, dass echt auf allen Plattformen gemeinsam mit uns reist. 🙂

      Viele liebe Grüße und dir eine wundervolle Woche,
      Daniel und Jessi

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