Rollerpanne mitten im Dschungel Thailands

Hallo ihr Lieben!

Heute melden wir uns mit einem action- und erlebnisreichen Blogbeitrag zurück.
Wie der Titel des Beitrags schon sagt, hatten wir mitten im Dschungel eine Rollerpanne.
Aber fangen wir von vorne an.


Samstag Mittag beschließen wir nach Lamai, ins Lamai Veggie, ein veganes Restaurant zu fahren.

Da wir ziemlich abseits wohnen, fahren wir eine Abkürzung.
Diese Abkürzung führt durch den Dschungel, vorbei an riesigen Bäumen, unzähligen Palmenwäldern, hohen Bergen und einsamen Hütten mitten im Nirgendwo.

Rollerpanne im Dschungel - 2

Es ist immer wieder interessant und schön diesen Weg zu fahren.

Selten kommen uns Roller oder gar Autos entgegen, wir genießen das Freiheitsgefühl und sind glücklich.

Rollerpanne im Dschungel

Wir fahren an Palmenhainen vorbei, schauen uns die Natur an und plötzlich gerät der Roller ins schwanken.

Daniel bremst und fragt „Was war das?“.
„Ich habe mich bewegt“ sage ich.
„Nee das meinte ich nicht, es war als würden wir auf Öl rutschen“ sagt Daniel und fährt langsam weiter.
Dann direkt wieder dieses extrem schwammige Fahrverhalten.

Wir halten an, checken die Reifen und sehen, dass wir in einen Nagel gefahren sind und der Hinterreifen platt ist.


Oh shit, Mitten im Nirgendwo.
Was jetzt?

Wir entschließen uns ganz langsam auf Felge und Reifen weiter zu fahren – das Fahrgefühl ist total wackelig und wie auf Schmierseife.
Der Reifen eiert und Daniel balanciert ständig den Roller aus.


Die ersten Hütten kommen in Sicht.
Wir fragen nach einem Telefon, doch niemand versteht uns.
Als wir auf den Reifen zeigen, zeigt man nur die Straße hinunter und erzählt etwas thailändisches.

Wir verstehen kein Wort und „fahren“ oder besser gesagt eiern ganz langsam weiter.

Rettung in Sicht?

Ok, dann heißt es nun Zähne zusammen beißen und hoffen, dass wir schnell die Hauptstraße erreichen.

Der Reifen hält zum Glück und springt nicht von der Felge.
Nach ca. 1,5 km erreichen wir die Hauptstraße.

Ich steige vom Roller ab und Daniel fährt langsam über den Seitenstreifen die Straße entlang.
An einer Kreuzung sieht ein Europäer auf einem Roller unseren Platten Reifen und sagt uns, dass die Straße hinauf eine Werkstatt ist und man könne für ca. 100-200 Baht den kaputten Reifenschlauch wechseln lassen.

Wir wissen nicht ob das so ok ist für unseren Rollervermieter, fahren der Werkstatt entgegen, aber halten zuvor an einem Touristenbüro an und wollen dort fragen, ob wir unseren Rollervermieter anrufen können.

Daniel geht also hinein und zu unserm Schock, sagt der französische Besitzer nach Daniels Bitte um einen kurzen Anruf „I DO NOTHING FOR YOU“.
Als Daniel nachfragt ob er dies ernst meint, sagt er wieder „YES, I DO NOTHING FOR YOU“.

Daniel kommt aus der Info heraus und sagt nur „so ein verdammtes A…“.
Ich frage direkt was los ist, denn normal redet Daniel nie so.


Daniel macht sich soeben Luft und will erklären, wieso er so aufgebracht ist, da kommt der Typ aus seinem Büro und sagt noch, die Straße runter wäre eine Werkstatt…

Na danke, die Info hatten wir auch schon.

Unglaublich, dass jemand einem in einer Notlage einen kleinen Anruf verwährt, der hier in Thailand circa bzw. noch nicht einmal 1 Cent kostet.
Und das auch noch in einem wirklich üblen Ton.

Er sagte auch nicht „ICH KANN LEIDER NICHTS FÜR EUCH TUN“, sondern „ICH TUE NICHTS FÜR EUCH“… dazu noch diese arrogante Tonlage.
Einfach nur enttäuschend.


Wir resignieren nach dieser Begegnung, sind total perplex und eiern weiter zur Werkstatt.

Rollerpanne im Dschungel - 1

Die Leute dort sind zum Glück wieder super nett, wie eigentlich auch üblich in Thailand und wechseln uns den kaputten Schlauch für 4,75€ inkl. Arbeitszeit von ca. 15 Minuten.

Rollerpanne im Dschungel - 3

Ende gut, alles gut!

Wir hatten wirklich Glück, denn wäre uns der Nagel bergab in einer Kurve und bei höherer Geschwindigkeit in den Reifen geraten, wäre vermutlich alles anders ausgegangen.

Die Berge auf dieser Abkürzung sind extrem steil und kurvenreich.
Somit hatten wir also Glück im Unglück bei unserer Rollerpanne und sehen es von der positiven Seite.


In diesem Sinne fahrt immer schön langsam und passt auf euch auf, egal wo ihr unterwegs seid.

UND:
Tragt einen Helm beim Roller und Motorrad fahren!
Hier auf Koh Samui tragen kaum Menschen einen Helm – auch unzählige Europäer/Urlauber nicht.
Wir fragen uns wirklich wieso?


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Europäische Familien, die mit ihren 2 Kindern und ohne Helmen gemeinsam auf nur einem Roller sitzen…
Wieso tut man hier so etwas, was man zu Hause nie tun würde?

Vielleicht ein Gefühl von Freiheit?
Aber verbunden mit welchem Risiko?
Stürzt man, stirbt eventuell die komplette Familie oder verletzt sich sehr schlimm!

Wirklich eine Sache, die uns hier für immer schleierhaft bleiben wird!


Macht’s gut ihr Lieben,
Daniel und Jessica

– Life to go –
Collect Moments – Not Things

P.S.: Möchtet ihr mehr vom thailändischen Dschungel sehen, schaut euch diesen Blogbeitrag und dieses Video an 🙂

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