Namibia Selbstfahrer Abenteuer – Tag 1-3

Unser Roadtrip durch Namibia alias 4×4 Namibia Selbstfahrer Abenteuer startete am 21.12.2016 – genau 3 Tage vor Weihnachten.

Wir landeten am 19.12.2016 in Windhuk und konnten am 20.12. unseren Allrad Geländewagen, gemietet bei ASCO Car Hire, abholen.
Nach Einweisungen und Erklärungen zum Auto des ASCO Teams und den schriftlichen Formalitäten ging es für uns auf direktem Wege zum SuperSpar Supermarkt.

Vorbereitungen zum Namibia Selbstfahrer Abenteuer

Die Vorbereitungen wie grobe Routenplanung waren natürlich schon abgeschlossen und somit ging es nach der Abholung des Toyota Hilux 4×4 Geländewagens erst einmal zum Vorräte aufstocken.

Mietwagen von ASCO in Namibia

Unser ASCO Mietwagen in Namibia

Der Spar Supermarkt in der Nähe unserer *Airbnb Unterkunft* hatte unglaubliches für uns auf Lager, denn es war sogar ein SuperSpar Supermarkt mit extrem großem Sortiment an deutschen Lebensmitteln und Produkten.

Es gab sogar Produkte aus dem DM Drogeriemarkt in Deutschland und Alnatura Bioladen und ebenso extrem viel Essen, welches wir aus Deutschland kennen.
Jedoch haben wir uns auf Grund des Preisunterschiedes (Importkosten on Top) eher auf die lokalen Lebensmittel konzentriert.

Später ging es noch kurz zum Woolworths Supermarkt und der eigentlich zusätzlich geplante Besuch des Checkers Supermarkts war dann nicht mehr nötig.


Als wir dann Lebensmittel für ca. 1 Woche im Auto verstaut hatten, ging es zurück zu unserer Airbnb Unterkunft und Rucksäcke, Kleidung, Elektronik und Co. (siehe unsere Weltreise Packliste) wurden für unseren Namibia Selbstfahrer Trip vorbereitet.

Da es schon so spät geworden war, fuhren wir dann doch erst einen Tag später los als geplant und strichen die erste Nacht auf unserer Liste der Campsites und Übernachtungsmöglichkeiten.

Tag 1 und erstes Ziel: Mesosaurus Fossil Campsite

Erstes Ziel auf unserem Namibia Roadtrip war das Mesosaurus Camp und durch die übersprungene Übernachtung vom Vortag, lagen knapp 529 Kilometer vor uns.

Genügend Geld war abgehoben, das Auto war noch voll betankt, Essen, Kleidung und Co. verstaut – der Roadtrip konnte starten!

Das Mesosaurus Camp liegt „in der Nähe“ von Ketmanshoop und der Name kommt von den Mesosurus Fossilien, welche in der Nähe gefunden wurden und der Urzeit entstammen.
Diese Fossilien sind geschätzte 250.000.000 (Millionen!!!) Jahre alt.
Dazu später mehr…

On the Road…

Die Fahrt mit dem schweren Toyota Hilux startete ganz gemütlich über geteerte Straßen.
Es begegneten uns Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe und Affen – ab und an sahen wir auch einen Springbock.

Namibia Tropic of Capricorn

Mehr zum Thema „Tropic of Capricorn“ auf Wikipedia!

Das Gefühl hier endlich allein unterwegs zu sein war einmalig und unbeschreiblich.
Raus in die Natur und in die Weiten Namibias.

Diese Weiten… sie haben uns direkt gepackt und wir staunen noch immer.
Einfach der pure Wahnsinn – du musst es selbst erleben!

Pure Freiheit erleben in Namibia

Die Stunden, Pinkelpausen und Essenspausen vergingen wie im Flug und am frühen Abend waren wir dann problemlos im Mesosaurus Camp angekommen.

Das Mesosaurus Bushcamp

Angekommen im Mesosaurus Camp wurden wir super freundlich von Giel empfangen.
Ein Mann älteren Baujahres, der uns sagte wie wir zum Bushcamp kommen:
„Einfach ein No-Entry-Tor öffnen, hindurch, dann über Stock und Stein fahren und nach ein paar Kilometern, vorbei an Ziegen und Co., kommt ihr im Camp an. Vermutlich werdet ihr allein sein!“

Gesagt, getan… und wir kamen mitten im Nirgendwo an, in einem kleinen und süßen, aber total verlassenen Bushcamp!

Mesosaurus Fossil Camp Camping Namibia

Wir hatten das ganze Camp, Duschen und Toiletten für uns und es war herrlich – ein super schöner Start in unseren Namibia Roadtrip und bevorstehenden Camping Alltag!

Toilette und Badezimmer Camping Namibia

Mesosaurus Fossil Camp Toilette

Mesosaurus Campsite Namibia camping

Die erste Nacht als Namibia Selbstfahrer und Mesosaurus Fossil Tour

Wir hatten eine schöne, wenn auch windige erste Nacht!

Köcherbäume Namibia

Am ersten Morgen des Namibia Selbstfahrer Roadtrips ging es für uns um kurz nach 8 in der Früh zu Giel, denn er hatte uns am Vortag die Mesosaurus Fossilien Tour schmackhaft gemacht.

Freudig begrüßte er uns, wir folgten ihm in sein „Office“, bezahlten die Tour + die Nacht im Bushcamp (am Vortag wollte er noch kein Geld haben) und dann ging es los.

Er fuhr vor uns her und wir folgten ihm.

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Nach einigen Kilometern durch den Bush hielten wir dann an und er erklärte uns (er spricht recht gut Deutsch) viel zu den alten Fossilien, wie er sie (bzw. sein Sohn vor 25 Jahren beim spielen) gefunden hat, zeigte uns ein ganz altes Grab eines deutschen Soldaten und und und… die Führung und seine Infos waren sehr interessant.

Mesosaurus Fossilien Namibia - Mesosaurus Führung

Grab eines deutschen Soldaten in Namibia

Dann ging es mit dem Auto weiter zu Köcherbäumen und Dolerit-Felsen!
Giel erzählte uns, dass der Köcherbaum (engl. Quiver Tree) seinen Namen hat, da vor Jahren die Äste ausgehöhlt wurden und als Köcher für Pfeile benutzt wurden.
Die „Blätter“ bzw. der Saft aus den Blättern ähnelt Aloe Vera.


Auf den Steinen spielte Giel sogar noch Musik – wir waren wirklich begeistert.

Mesosaurus Fossil Camp Giel

Dann ließ er uns dort allein, da sein Auto viel Wasser verlor und er zurück musste.

Die kleine aber feine Tour war wirklich schön und super nett.
Bezahlt hatten wir für die Campsite 240N$ und ebenso bei 2 Personen 240N$ für die Tour. Also knapp über 16€ für die Nacht im Mesosaurus Bushcamp und auch für die Fossilien Tour – voll in Ordnung!


Nachdem wir uns im „Steingarten“ umgeschaut hatten, Klippschliefer (kleine haarige Tiere – in Südafrika nennt man sie Dassies) entdeckt hatten, selbst auf den Steinen Musik gemacht und viel fotografiert hatten, ging es für eine kurze „Pipipause“ zurück zu Giel und seinem Büro und schon ging die Fahrt weiter in Richtung Fish River Canyon.

Stop beim Quiver Tree Forrest und Giants Playground

Wir mussten einen Teil der Strecke vom Vortag wieder zurück fahren und kamen vorbei am Quiver Tree Forrest und dem Giants Playground.

Am Quiver Tree Forrest Campingplatz lösten wir Tickets für den Forrest und ebenso für den Giants Playground und starteten nach wenigen Metern Fahrt unsere Wanderung durch den Quiver Tree Forest.

Ein natürlich gewachsener Köcherbaumwald, in welchem wir bunte Echsen und weitere Klippschliefer
entdeckten.

Namibianische bunte Echse

Der Quiver Tree Forrest war nett anzuschauen, aber für uns irgendwie kein echtes Highlight.

Quiver Tree Forrest Namibia

Somit ging es wieder zurück zu unserem Toyota Hilux und gute 5Km entfernt bogen wir zum Giants Playground ab.


Hier liegen unzählige der großen Dolerit-Steine bzw. Felsen übereinander und es sieht wirklich aus, als wäre es ein Spielplatz der Riesen gewesen.

Giants Playground in Namibia

Diese Steinformationen entstanden vor Millionen von Jahren, als sich Magma aus der Erde nach oben drückte.
Es kam aber nicht zu einem Austritt der Magma, wie bei einem Vulkan und es verhärtete sich alles.

Über die Jahre hinweg trugen Wind und Wasser den Erdboden ab, aber die Säulen blieben bestehen.
Nach und nach brachen diese, fielen zum Teil auseinander und nebeneinander oder blieben gebrochen aufeinander stehen.
So entstanden diese Gesteinsformationen, was uns Giel angeregt bei der Mesosaurus Fossil Tour erklärt hatte!


Es machte Spaß hier umher zu laufen und Fotos zu schießen.

Die zum Teil wirklich hohen Türme begeisterten uns wirklich und so etwas hatten wir nie zuvor gesehen!

Für den Quiver Tree Forrest + Giants Playground hatte uns die nette Dame knapp 10€ berechnet, was preislich wirklich ok war.


Und dann ging es wieder weiter in Richtung Fish River Canyon.
Wir verließen für einige Kilometer die Gravelroad, pumpten daher wieder unsere Reifen auf und folgten der Teerstraße.

Kleiner Zwischenfall in Ketmanshoop

Unterwegs, kurz bevor es für uns auf die nächste und erste echte und lange Gravelroad (Schotterpiste) ging, machten wir einen Stop in Ketmanshoop um den Wagen nochmals zu betanken und zur Sicherheit 2 weitere 5 Liter Wasserkanister zu kaufen!

Wir parkten vor dem Supermarkt an der Straße, Jessi blieb im Auto sitzen, damit wir einen Rucksack offen im Auto liegen lassen konnten und direkt kamen 2 Jungs an, die Geld haben wollten um auf das Auto aufzupassen.
50:50 sagten sie ständig und dass doch nun Weihnachten sei.
Also wollte ich den beiden je 10 Namibia-Dollar geben.
Leider erwischte ich einen 10er und einen 100er Schein…


Dies bemerkte ich fast direkt, aber die Finger der Jungs waren schneller.
Sie rissen am Schein, ich sagte „Stop Stop“… „NO“… „That’s too much“… aber sie wollten den Hunderter haben!
Sie schrien „please Mister“… „it’s Christmas Time“… „we are poor and it’s for our Family“… dann riss eine Ecke des Scheins ab und er teilte sich schon in der Mitte.

Ich ließ los und sie gaben mir immerhin den 10N$ Schein zurück und naja, somit haben wir ihnen wohl ungeplant etwas zu Weihnachten gespendet.


Es war nicht schlimm, da es umgerechnet nur knapp über 6€ waren, aber der Beigeschmack war trotzdem unschön!
Dies sollte auch der einzige „unschöne Moment“ unserer Reise bleiben, welcher mit anderen Menschen im Zusammenhang stand!

Aber nun ja, selbst Schuld wenn man das falsche Geld aus der Tasche zieht – es war mir ein Lehrgeld!

Auf zum Fish River Canyon – dem zweitgrößten Canyon der Welt

Einige Pausen später kamen wir an eine Kreuzung und mussten die nächste Gravelroad befahren.

Hier startete Jessicas Selfdrive Abenteuer, denn zum ersten Mal sprang sie auf den Fahrersitz und hinter das Lenkrad unseres Toyota Hilux.
Es war gleich eine doppelte Herausforderung, denn noch nie war sie auf der linken Straßenseite gefahren und dann auch noch mit einem Auto mit manueller Schaltung!


2 Minuten später klappte alles besser als gedacht und Jessi war „on the Road“ und voll drin im Abenteuer. 🙂
Etliche Kilometer später wechselten wir dann wieder und waren auch schon kurz vor unserem neuen Campingplatz!

Das Hobas Camp nahe dem Fish River Canyon

Nach 203 Kilometer Fahrt kamen wir an der Hobas Campsite an, bezahlten hier das Permit für den Fish River Canyon Park, danach die 2 Tage/Nächte auf der Campsite und schnell fanden wir einen geeigneten Stellplatz für unser großes Auto mit Zelt auf dem Dach.


Der Campingplatz bot uns dann aber sogar einen Pool, super schöne und saubere Duschen, einen kleinen Kiosk, Grillplätze und viele wilde Affen (Baboons), die in der Nacht, am Morgen und Tag versuchen irgendwo Essen zu finden oder zu klauen. ☺

Hier hatten wir wieder eine lustige und schöne Zeit.

Hobas Campsite Camping Namibia

Der Fish River Canyon

Unser Ziel war hier aber nicht die Hobas Campsite gewesen, sondern der Fish River Canyon, welcher nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der Welt ist (gefolgt vom Blyde River Canyon in Südafrika)!


Nach unserer ersten Nacht auf der Hobas Campsite fuhren wir direkt am Morgen zum Fish River Canyon Viewpoint und wurden dort von einer einmaligen Aussicht empfangen.

Fishriver Canyon Aussicht

Wir waren so gut wie allein dort und die Aussicht in den riesigen Canyon war atemberaubend.

2 weitere Aussichtspunkte fuhren wir an und genossen auch dort die einmalige Aussicht.

Fish River Canyon Blick von der Drohne aus

Für uns wirklich ganz spezielle und eindrucksvolle Momente.

Fishriver Canyon Namibia

Fishriver Canyon Drohne

Stunden später ging es zurück ins Camp, wo wir uns auf unserem Gaskocher etwas kochten.

Die Zeit hier war wirklich wundervoll und der Schlaf in der Nacht sehr ruhig.

Am nächsten Tag, dem 24.12.2016, sollte es dann weiter gehen in Richtung Lüderitz, doch an Heiligabend kam dann alles ganz anders als erwartet.

Mehr dazu im nächsten Blogpost!

Die passenden Videos zu diesem Blogpost gibt es hier:
– Unser neues zu Hause in Namibia – Mietwagen von Asco Car Hire abholen | VLOG #168
– Namibia Roadtrip beginnt – die erste Nacht in der Einsamkeit | VLOG #169
– Blöde Situation, die Fahrt geht weiter und Spielplatz der Riesen – Namibia | VLOG #170
– Camping Alltag in Namibia und Fish River Canyon – 4×4 Roadtrip | VLOG #171

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Ganz liebe Grüße,
Daniel und Jessica

P.S.: Hier gibt es alle weiteren Namibia Selbstfahrer Blogposts und unsere Namibia YouTube Videos!

Mehr Bilder gibt’s wie immer auf Instagram und Facebook!

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