Der Cotopaxi Nationalpark ist der meistbesuchte Nationalpark in Ecuador. Während unserer Ecuador Reise stand somit natürlich auch für uns eine Wanderung im Cotopaxi Nationalpark und rauf auf den Vulkan, fest auf dem Plan.

wandern im Cotopaxi Nationalpark
Alles was du über den Cotopaxi Nationalpark wissen musst, wirst du in den nächsten Minuten erfahren und wir gehen dabei auch auf das Wetter im Cotopaxi Nationalpark ein, Unterkünfte im Cotopaxi Nationalpark, Unternehmungen, Touren und Co. [Info: Dieser Beitrag enthält Affiliate Links* + die Wanderbus Ecuador + Casa Sakiwa Vorstellung | Anzeige]

Cotopaxi Nationalpark & Cotopaxi Vulkan Informationen

Beim Cotopaxi handelt es sich um einen Vulkan, der mit 5897 Metern Höhe, der zweithöchste Berg Ecuadors ist. Ebenfalls zählt der Cotopaxi Vulkan, nachdem der Cotopaxi Nationalpark benannt wurde, zu den höchsten aktiven Vulkanen der Erde.
Kurios ist der Fakt, dass der Cotopaxi der am häufigsten bestiegene Berg Ecuadors ist und zugleich der meistbesuchte Gipfel Südamerikas, obwohl er aktiv ist!

Informationen zur Cotopaxi Nationalpark Wanderung auf den Cotopaxi Vulkan
Schon von weitem kannst du den Cotopaxi sehen, zumindest wenn du Glück hast, denn oftmals versteckt sich der Vulkan in einer niedrigen dichten Wolkendecke. Das Wetter im Cotopaxi Nationalpark kann sich hier jedoch schnell verändern, worauf wir gleich noch im Detail zu sprechen kommen!

Der letzte Ausbruch des Cotopaxi war zwischen August 2015 und Januar 2016. Für Besucher war der Nationalpark sogar bis Oktober 2017 gesperrt gewesen. Doch keine Sorge: der Vulkan wird dauerhaft und streng überwacht. Trotzdem musst du dich beim betreten des Parks im Visitor Center am Eingang registrieren und auch solltest du, für den Fall der Fälle, immer auf die Schilder achten, welche dir die Evakuierungswege zeigen! Hilfe kannst du im Notfall nicht rufen, da es im Cotopaxi Nationalpark so gut wie kein Netz bzw. keinen Handyempfang gibt. Solltest du in eine Notsituation geraten, versuche immer andere Reisende, Wanderer, Guides etc. zu finden, um sie um Hilfe zu bitten!

Cotopaxi Nationalpark Anreise ab Quito

Viele Ecuador Reisende besuchen den Cotopaxi Nationalpark innerhalb einer Cotopaxi Tour ab Quito*. Andere kommen von Banos oder Quilitoa und legen auf dem Weg nach Quito einen Stopp im Nationalpark ein. Wir persönlich haben nach den Galapagos Inseln die Ecuador Reise ab Quito begonnen.

Mit Wanderbus Ecuador fuhren wir von Quito nach Guayaquil und an Tag 1 war der Besuch des Cotopaxi Nationalparks in der Busfahrt inbegriffen. Da wir den Nationalpark jedoch nicht nur kurz besuchen wollten, verließen wir den Bus beim Frühstücksstopp auf einer Hacienda, in der Nähe von Machachi. Nach dem Frühstück rief uns der Wanderbus Guide ein Taxi, welches uns dann nach Machachi und zu unserer Unterkunft brachte. Hier verbrachten wir 3 Nächte, um von Machachi aus den Cotopaxi Nationalpark per Geländewagen und einer Wanderung zu erkunden!

Nach den 3 Nächten in Machachi ließen wir uns von einem Taxi zur nahegelegenen Hacienda zurückbringen, damit wir mit dem nächsten Wanderbus weiterreisen konnten! Hier erfolgte wie gesagt dann nochmals der kurze Besuch des Cotopaxi Nationalpark mit Wanderbus, einem Guide aus dem Bus und anderen Reisenden zusammen. Dieser kurze Besuch war auch interessant, jedoch war es eine gute Idee gewesen, den Nationalpark innerhalb einer eigenen und längeren Tour, genauer erkundet zu haben!

Cotopaxi Nationalpark Unterkunft, Hotel und Übernachtung in Machachi

Somit hatten wir uns für eine Cotopaxi Nationalpark Unterkunft in Machachi entschieden, anstatt direkt im Cotopaxi Nationalpark. Wir übernachteten 3 Nächte im Hotel Casa Sakiwa*, welches wir auf jeden Fall empfehlen können.

Die Besitzer (Mutter, Tochter, Sohn) waren allesamt sehr nett, herzlich und hilfsbereit. Auch gab es Fahrräder, es wurden Touren angeboten und das Essen im hauseigenen Restaurant, war geschmacklich sehr gut, wenn auch (für uns persönlich) die Portionen etwas klein waren. Wir ernähren uns rein pflanzlich und die Portionen der „Fleischesser“ waren viel größer, für gleiches Geld. Daher hatten wir die anderen Tage in Machachi auswärts gegessen.

Machachi an sich ist nicht wirklich besonders, jedoch kannst du hier, abseits vom touristischen Quito, das alltägliche Leben der Ecuadorianer beobachten und erleben.

Auch findest du in Machachi etliche Restaurants und bist nicht auf das Restaurant in deiner Unterkunft angewiesen, wie wenn du direkt im Nationalpark übernachtest. Möchtest du jedoch im Cotopaxi Nationalpark übernachten, damit du nicht extra per Bus oder Taxi zum Nationalpark fahren musst, schau dir die Tambopaxi Lodge* an, mit genialem Blick auf den Cotopaxi Vulkan.

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Entscheidest du dich für einen Aufenthalt in Machachi, können wir dir die lokalen Märkte und die Umgebung um den Park herum im Ortskern, für Erkundungen ans Herz legen:
• Parque de Machachi
Teatro
Iglesia Católica Matriz Santiago Apóstol de Machachi

• Als Supermarkt ist hier der TÌA Machachi zu nennen. In unserem Cotopaxi Video, welches gleich weiter unten folgt, bekommst du auch einige Eindrücke aus Machachi!

Cotopaxi Nationalpark Wanderung • Cotopaxi Tour oder auf eigene Faust?

Wie gesagt kannst du eine Cotopaxi Nationalpark Tour ab Quito* unternehmen, alternativ per Mietwagen anreisen oder den Cotopaxi Nationalpark, bei der Übernachtung im Park, ab der Tambopaxi Lodge* starten. Von dort aus ist die Erkundung auf eigene Faust problemlos möglich, da du keinerlei weitere Anreise hast, sondern direkt am Morgen starten kannst.

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Wir haben in unserer Unterkunft in Machachi* viele Informationen bekommen und waren somit bestens ausgerüstet. Dadurch hatten wir die Möglichkeit mit den Mountainbikes der Unterkunft zum Cotopaxi Nationalpark zu fahren, was jedoch recht weit war. Alternativ blieb eine über die Unterkunft gebuchte Tour, die Anreise per Bus oder mit einem Taxi. Somit war unsere Wahl auf das Taxi gefallen und auf die weitere Möglichkeit, vor Ort einen Guide buchen zu können (mehr dazu nun folgend).

Am nächsten Morgen holte uns ein Taxi pünktlich an der Unterkunft ab und fuhr uns für 15$ zum offiziellen Cotopaxi Nationalpark Eingang und Cotopaxi Visitor Center.

TIPP: die Anreise per Bus ist viel günstiger, wieso wir später per Bus zurück nach Machachi gefahren waren!

Die Wanderung auf den Cotopaxi Vulkan zum Refugio

Es ist möglich den Cotopaxi Vulkan in einer zweitägigen Tour und Wanderung zu besteigen und dabei auf die knapp 6000 Meter hohe Bergspitze zu klettern (5897m). Da wir dafür nicht ausgerüstet waren, hatten wir uns gegen diese Tour entschieden und für die Wanderung zum Refugio Josè Ribas.

gerader Weg Cotopaxi Vulkan Wanderung
Das Refugio bietet den Bezwingern des Cotopaxi Unterschlupf und liegt auf 4864 Metern Höhe. Doch um dorthin zu kommen und die Erkundung überhaupt erst einmal zu starten, hatte uns das Taxi am Eingang zum Park abgesetzt.

Am Visitor Center (am Parkeingang, denn es gibt auch noch ein neues Visior Center im Nationalpark, welches wirklich interessant ist und wo ein Halt lohnt) warten offizielle Guides mit kleinen und großen Geländewagen auf Kunden. Hier fanden wir einen netten weiblichen Guide, der uns für 60$ den Tag lang begleitete, uns den Cotopaxi Nationalpark erklärte, dabei viele Infos gab und auch gemeinsam mit uns rauf zum Cotopaxi Refugio wanderte. Die Preise der Guides sind in der Regel verhandelbar und eigentlich liegen sie unter 60$, doch war unser Guide praktisch der letzte Guide vor Ort und somit hatte sie uns beim Preis etwas „in der Hand“ gehabt!

Um zum Startpunk unserer Wanderung zu gelangen, fuhren wir mit einem recht klapprigen und kleinen Geländewagen hinauf auf einen der zwei Parkplätze, von wo aus die Wanderung zum Refugio starten sollte. Leider schaffte es der Geländewagen nicht bis ganz nach oben, auf den zweiten Parkplatz, wieso wir die wenigen Hundert Meter vom ersten Parkplatz aus starteten.

Cotopaxi Nationalpark - Guide Jeep Geländewagen
Dabei ließ uns das Wetter am Cotopaxi leider total im Stich und hier lernten wir zum ersten Mal das verrückte Wetter in Ecuador kennen, welches sich vor allem in der Andenregion Ecuadors super schnell ändern kann.
Im Tal war es sonnig gewesen, am Parkplatz begann es zu regnen und desto weiter wir den Cotopaxi hinauf wanderten, desto „schlechter“ wurde das Wetter. Aus Regen wurde Hagel, der Wind wurde eisig und peitschte uns die Hagelkörner ins Gesicht. Zum Teil wurde die Sicht richtig schlecht und plötzlich schneite es sogar.

Doch war das Wetter nicht „unser Feind“, sondern die extrem dünne Luft am Cotopaxi! Ebenso kamen wir hier nämlich zum ersten Mal mit der sogenannten Höhenkrankheit in Ecuador in Kontakt, auf die wir später noch genauer eingehen werden!
Wir hatten schon extra den leichteren Zick-Zack Weg gewählt, hinauf zum Cotopaxi Refugio, doch trotzdem spürten wir extrem, wie dünn die Luft wurde. Meter für Meter wurde es schwerer, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Die Atmung wurde schwer und ganz ehrlich, wir fühlten uns wie 80 (zumindest stellen wir es uns so vor). Innerhalb von Minuten spielte nicht nur das Wetter verrückt, sondern ebenfalls unsere Körper.

Es war eine verrückte Erfahrung gewesen und wir wollen sie nicht missen, aber ganz im Ernst: wir hatten gedacht, dass uns die Cotopaxi Wanderung zum Refugio leichter fallen würde (viel leichter sogar). Alternativ hätten wir anstelle des Zick-Zack Weges auch den geraden Weg hinauf wählen können, der aber eben um einiges steiler ist und durch vulkanisches Geröll, schwieriger zu gehen ist. Dafür bist du hier etwas windgeschützter! Den geraden Weg nutzten wir später nach unten, da er vom Cotopaxi herunterführend, um einiges schneller ist! Pass jedoch auf, da du hier schnell ins stolpern kommen kannst.

Abstieg Cotopaxi Vulkan
TIPP: Vor deiner Cotopaxi Wanderung, egal ob zur Spitze oder nur zum Refugio, solltest du dich definitiv akklimatisieren und somit an die Höhe anpassen. Auch solltest du passende Kleidung im „Zwiebellook“ tragen, sprich mehrere Schichten, denn es kann gut sein, dass du jegliches Wetter innerhalb von Minuten erlebst.

Geschafft: das Cotopaxi Refugio auf 4864 Metern Höhe!

Am Cotopaxi Refugio Josè Ribas angekommen, kannst du ein Foto vor dem beliebten Schild machen, um beweisen zu können, dass du es wirklich bis auf 4864 Meter Höhe geschafft hast, denn nicht wenige Wanderer scheitern auf dem Weg nach oben, da sie sich selbst überschätzen und die Anstrengung und das Wetter am Cotopaxi, unterschätzen!

Im Refugio kannst du dich dann endlich aufwärmen, bei einem Coca Tee und einer heißen Suppe neue Energie tanken und mit Glück die unglaubliche Aussicht genießen.

Du hast noch Energie und Power? Dann kannst du den Cotopaxi Vulkan weitere 200 Meter hinauf wandern, bis du an der Gletscherkante angekommen bist. Das geht wohl auch ganz ohne Guide! Wir waren jedoch echt hinüber, nass, durchgefroren und ausgelaugt, sodass wir uns im Refugio aufwärmten und den beliebten „Cotopaxi Stempel“ in unsere Reisepässe stempeln ließen. 2x Suppe, 2x Tee und 2x Cotopaxi Stempel kosteten uns hier zusammen 10$, sprich knapp über 8€. Nicht wenig, aber vor allem der Tee und die Suppe, taten so unglaublich gut und waren jeden Cent wert! :)

Cotopaxi Nationalpark Stempel Refugio
GESCHAFFT! Es war vollbracht und die Anstrengung war es auch wert gewesen! Runter war es dann über den steilen und geraden Weg gegangen, der uns plötzlich eine schöne Aussicht geboten hatte, da es aufgeklart war.

Aussicht Cotopaxi Nationalpark Wanderung
Nach dem Abstieg und am Auto angekommen, wurde das Wetter besser und besser. Wir konnten unseren Augen kaum glauben, als die Wolkendecke um den Cotopaxi sogar komplett verschwand. Somit kannst du bei deiner Cotopaxi Besteigung wirklich viel Glück haben, aber eben auch Pech, da das Wetter wie erwähnt extrem wechselhaft und unbeständig sein kann.

Weitere Unternehmungen im Cotopaxi Nationalpark • Mountainbiking, Limpiopungo Lagune und Co.

Zurück im Tal und am Fuße des Cotopaxi, verbrachten wir weitere Zeit um Wildpferde zu beobachten. Ein tolles Spektakel, wie die schönen Tiere ruhig fressen und im nächsten Moment ganz plötzlich, verrückt und bockend, durch die Gegend springen.

Doch nicht nur Wildpferde kannst du im Nationalpark sehen. Flora und Fauna im Cotopaxi Nationalpark sind sehr vielfältig. So sahen wir etliche schöne und auch seltene Pflanzenarten, aber auch Tiere wie den Andenkondor, viele weitere Vögel, einen Fuchs und Co.

Flora Cotopaxi Nationalpark bunte Blumen und Pflanzen
Evtl. entdeckst auch du den majestätischen Andenkondor, kleine und flinke Kolibris, Alpakas, Lamas oder mit ganz viel Glück, sogar einen Puma.
Ja, diese schönen Tiere gibt es in Ecuador und in der Cotopaxi Region recht häufig, jedoch sind sie eher scheu und halten sich in der Regel fernab des Menschen auf.
Trotzdem kommt es hin und wieder zu Sichtungen!

Du möchtest im Cotopaxi Nationalpark wandern, aber bist nicht so fit oder aktuell angeschlagen und traust dir keinen Vulkan Aufstieg zu? Kein Problem, denn es gibt viele weitere Wanderwege im Nationalpark. Einige führen dich zur Limpiopungo Lagune oder starten von dort ausgehend.

Cotopaxi Nationalpark Limpiopungo Lagune
Die Limpiopungo Lagune im Cotopaxi solltest du auf keinen Fall auslassen, da du hier etliche Vögel beobachten kannst und die Aussicht in den Nationalpark und zum Cotopaxi Vulkan, bei gutem Wetter wirklich toll ist. Wir hatten hier sogar das Glück, den Andenfuchs gesehen zu haben, der auch Andenschakal oder Andean Fox genannt wird. Bei schönem Wetter kannst du auch einfach an der Lagune ausspannen und die atemberaubende Natur genießen.

Du suchst eher nach einem Adrenalinkick? Dann entscheide dich für eine Cotopaxi Mountainbike Tour, die du z.B. in Quito oder auch in Hotels und Reisebüros in Machachi, buchen kannst. Hier gibt es die Möglichkeit den Nationalpark ausführlicher per Mountainbike zu erkunden. Zum Teil werden sogar E-Bikes angeboten, wodurch die Erkundung sogar recht entspannt bleibt! Magst du jedoch die volle Ladung Action bekommen und wirklich Adrenalin in deinen Adern spüren, entscheide dich für eine Cotopaxi Mountainbike Tour*, z.B. ab Quito, bei welcher du zuerst zum Refugio oder zur Gletscherkante wanderst und danach Downhill per Mountainbike, den Cotopaxi Vulkan herunter fährst. Sei jedoch vorsichtig, da der Weg natürlich recht „wild“ ist, vor allem bei Regen, da Schlaglöcher, Hügel, Steine und Co. viele Gelegenheiten für Stürze oder gar einen Überschlag bieten! Safety First ist also die Devise!

Vulkan Cotopaxi Nationalpark
Egal wofür du dich entscheidest, wir wünschen dir eine schöne Zeit im Cotopaxi Nationalpark. 

Cotopaxi Nationalpark Wetter und beste Jahreszeit

Die beste Zeit für einen Besuch des Cotopaxi Nationalpark ist statistisch gesehen von Mitte Juli bis Mitte Oktober. Hier sind die Chancen am größten, dass sich dir eine klare Sicht auf den Cotopaxi Vulkan bietet! Jedoch muss man „beste Zeit“ sagen, da das Wetter eben das Wetter ist und in Ecuador bedeutet dies, nicht vorhersehbar!

Wetter Cotopaxi Nationalpark
Statistisch gesehen befindet sich zwischen Mitte Juli bis Mitte Oktober die trockene und windige Zeit des Jahres. Trotzdem kann das Wetter vor Ort am Cotopaxi ganz anders sein. Somit schöner, aber auch schlechter, als eigentlich für diese Jahreszeit typisch. Das ist eben das Wetter Ecuador…
…und an für sich gibt es ja auch kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte bzw. unpassende Kleidung. ;-)

Cotopaxi Nationalpark Höhenkrankheit, Symptome und „Gegenmittel“

Egal wie du den Cotopaxi Nationalpark erkunden wirst, du befindest dich im Schnitt zwischen 3400m und 5897m Höhe und hier kann dich die Höhenkrankheit in Ecuador erwischen. Klingt komisch, oder? Höhenkrankheit… was ist denn das?
Wie immer hatten wir uns auch vor unserer Ecuador Reise über Land, Leute, Wetter und Co. erkundigt und da stießen wir ebenfalls erstmalig auf den Begriff und die Krankheit, die Höhenkrankheit genannt wird.

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Die Höhenkrankheit wird auch Bergkrankheit genannt, da Menschen von ihr betroffen sein können, wenn sie hohe bzw. große Höhen erkunden und sich in solchen Regionen aufhalten. Dabei ist es egal ob du sportlich und fit bist oder nicht, ob du alt oder jung bist oder auch, ob du in der Region sportlich aktiv sein magst oder nicht. Es kann dich erwischen, muss es aber nicht und man kann einfach nicht sagen, ob auch du von der Höhenkrankheit betroffen sein wirst oder nicht!

Wir selbst hielten uns auch für fit und dachten wie immer positiv und somit, dass uns die Höhenkrankheit nicht erwischen wird. Doch wir wurden leider recht schmerzhaft eines besseren belehrt, nämlich erstmalig genau hier am Cotopaxi in Ecuador und folgend auch mehrfach in Peru!

Cotopaxi Vulkan Cotopaxi Nationalpark Ecuador
Die Symptome der Höhenkrankheit können bereits bei 2000m – 2500 Meter auftreten. Manche Reisende haben in Ecuadors Hauptstadt Quito, die immerhin auf 2.850 Metern Höhe liegt, noch keine Symptome, aber dafür ab 3.000 Meter in der Cotopaxi Region oder dort spätestens beim Aufstieg rauf auf den Vulkan. Und manche bleiben wie gesagt eben komplett verschont und total fit, ohne auch nur ein Symptom! Doch was sind die Symptome der Höhenkrankheit?

Symptome der Höhenkrankheit können Kopfschmerzen, Druck auf den Ohren, Ohrenschmerzen, Übelkeit (bis hin zum erbrechen), Atemnot, Druck auf der Brust, Schwindel, Schwäche, Schlafstörungen oder Tinnitus sein, bis hin zu schwerer Benommenheit und Apathie. Im sogenannten „Worst Case“ kann sogar ein Höhenhirnödem oder Höhenlungenödem entstehen – das ist sehr selten, aber wenn, dann ersthaft lebensbedrohlich.

Mittel gegen die Höhenkrankheit sind zum einen Vorbeugung, durch schrittweise Steigerung der Höhe und Akklimatisierung. Wer direkt vom Meeresspiegel nach Quito reist und am nächsten Tag den Cotopaxi erkunden will, überfordert seinen Körper eventuell extrem. Hier würden wir persönlich immer zu einigen Tagen in Quito raten und ebenfalls zu einigen Tagen im/um den Cotopaxi Nationalpark, anstatt direkt „hinauf“ wandern zu wollen. Der Verzicht auf Alkohol und schwere und fettige Nahrung soll ebenfalls helfen bzw. vorbeugen. Dazu sind genügend Schlaf von Vorteil, Ruhe und viel Wasser trinken (sollte generell immer auf dem Tagesplan stehen).

Ein beliebtes Gegenmittel gegen die Höhenkrankheit ist Coca und zwar als Coca-Tee (Mate de Coca), Coca-Blätter, Coca-Pulver, Coca-Bonbons, Coca-Kaugummis usw.

Coca Blätter, Tee, Bonbons und Pulver, gegen die Höhenkrankheit
Die Coca Blätter werden in Südamerika zur Herstellung von Kokain genutzt, sind hier in vielen Ländern (NICHT IN ALLEN!!!) legal und schon seit der Zeit der Inka in Südamerika als gängiges Heilmittel und als „Medizin“ bekannt. In Ecuador, wie z.B. auch in Peru, kannst du Coca Blätter, Coca Pulver und Co. legal kaufen, z.B. auf der Straße, auf lokalen Märkten und sogar im Supermarkt. Der Tee aus den Coca Blättern half uns persönlich extrem (z.B. gegen Kopfschmerzen oder auch Druck auf der Brust / Atemprobleme). Das Pulver in Wasser gemischt und auch direkt auf Ausflügen und Touren mitgenommen, wirkte bei uns ebenfalls „Wunder“. Die Bonbons waren nett, aber hier hilft vielleicht eher (die niedrigere Konzentration betrachtend) der Placebo-Effekt! ;-)

TIPP: Bei einem ganz normalen Verzehr von Coca-Blättern, z.B. auch während einer Wanderung gelagert in der Backentasche, wie es viele Einheimische machen, wirst du definitiv nicht abhängig und schon gar nicht „high“. Hierbei werden keine Stoffe extrahiert, die Kokain gleichen würden. Die Wirkung ist eher wie ein Kaffee und vllt. werden deine Backen oder deine Zunge etwas „taub“. Mehr sollte hier definitiv nicht passieren. Locals, z.B. auch in Hotels, Homestays oder Hostels, helfen dir hier garantiert gern weiter! Zudem ist Coca dafür bekannt Hunger, Magenschmerzen, Kopfschmerzen (wie eben bei der Höhenkrankheit auftretend), Müdigkeit oder gar Kälte, zu vertreiben. Ein Grund für all das soll sein, dass scheinbar die Sauerstoffaufnahme im Blut erhöht wird und zum Teil auch Calcium, Kohlenhydrate, Proteine, Eisen und die Vitamine A und B2 enthalten sind.

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WICHTIG: Erkundige dich zu 100%, in welchen Ländern Südamerikas Coca legal erlaubt ist. Schmeiß alles aus Taschen, Rucksäcken und Co., bevor du dich an einen Flughafen begibst oder auch per Bus in ein anderes Land einreist, wo Coca Blätter, Coca Kaugummis und Co., NICHT LEGAL sind! Nimm auch auf keinen Fall Coca-Bonbons, Coca-Blätter und Co. mit nach Deutschland oder wo auch immer du lebst, denn z.B. in Deutschland verstößt du bei der Einfuhr gegen das Betäubungsmittelgesetz! Wie gesagt, in Ecuador und Peru ist alles ok (Stand: Dez 2019), aber es gibt Länder, wo du wirklich ernsthafte Probleme bekommen kannst und da ist eine Gefängnisstrafe noch das „mildeste Problem“!

Auch wir hatten erst unsere Sorgen, doch da uns die Höhenkrankheit wirklich böse erwischte, erkundigten wir uns genau und sahen, dass Coca-Blätter eben in Ländern wie Peru und Ecuador alltäglich sind, wirklich nützlich und keine Nebenwirkungen haben (somit auch keinerlei Abhängigkeit). Das sind natürlich nur unsere persönlichen Erfahrungen und definitiv kein ärztlicher Rat oder Hinweis unserer Seite! Wir drücken dir auf jeden Fall die Daumen, dass du von der Höhenkrankheit verschont bleibst, eine beschwerdefreie Ecuador Reise und unvergessliche Zeit in Südamerika, erleben kannst.

Cotopaxi Nationalpark Dauer • Wie viele Tage vor Ort?

Wie lange du im Cotopaxi Nationalpark bleiben solltest, bzw. in der Cotopaxi Region, liegt natürlich auch an dir selbst und hängt von deiner gewünschten Reise ab! Da können wir pauschal keine feste Dauer für den Cotopaxi Nationalpark empfehlen! Aus unserer Sicht machen aber definitiv 2-4 Tage Sinn, je nachdem wie viel du erkunden und wandern magst und ob du dich an die Höhe anpassen magst oder musst! Bei uns waren es 3 Tage vor Ort in Machachi!

Cotopaxi Vulkan Wanderung Cotopaxi Nationalpark Aussicht
Auch kommt es darauf an, ob du nur einen Ausflug ab Quito machen magst, wirklich im Nationalpark bzw. in Machachi wohnen möchtest, ob du von Quilotoa und der Quilotoa Lagune kommst, die auch auf 3913 Metern liegt und wodurch du schon an die Höhe angepasst sein solltest… Daher überlege gut, worauf du Wert legst und was sich für dich persönlich richtig anfühlt. Manche Reisende machen auch nur einen 2 tägigen Trip zum Cotopaxi und nach Quilotoa, zur Quilotoa Lagune, bevor es dann zurück nach Quito geht! Wir selbst waren, wie im Ecuador Reisetipps und Infos Artikel gesagt, per Bus unterwegs in Richtung Guayaquil, über Quilotoa, Banos, Alausi und Cuenca und da bot sich der Zwischenstopp einfach perfekt an! Hier bekommst du alle Infos zur Ecuador Route mit vielen Infos, Highlights und Tipps, für 2-3 Wochen in Ecuador.

Life to go Video: Cotopaxi Nationalpark Härteste Wanderung + Autopanne

Passend zu unseren Cotopaxi Nationalpark Tipps, findest du hier natürlich auch unser Cotopaxi Nationalpark Video, mit allen authentischen Einblicken aus Machachi, dem Nationalpark, von unserer Wanderung auf den Cotopaxi Vulkan und einer Autopanne im Cotopaxi Nationalpark, als unschönem Abschluss:

Cotopaxi Nationalpark Ecuador • Härteste Wanderung, Autopanne & an die Grenzen gekommen | VLOG #436

Jetzt solltest du gut auf deine Cotopaxi Nationalpark Wanderung oder Cotopaxi Tour vorbereitet sein. Uns persönlich wird der Besuch des Cotopaxi Nationalpark definitiv immer in Erinnerung bleiben, da wir hier Grenzen überwunden haben, zum ersten Mal mit der Höhenkrankheit in Kontakt kamen und die Wanderung wirklich schön war, wenn auch sehr anstrengend! Wir sind gespannt, wie es dir auf deiner Wanderung im Cotopaxi Nationalpark und in Machachi gefallen wird.

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Beste Grüße und SAFE TRAVELS,
Daniel und Jessi

P.S.: Abschließend findest du hier unsere weiteren Ecuador Reisetipps und Infos, plus viele weitere hilfreiche Artikel, z.B. wie du weltweit günstige Flüge und Unterkünfte finden kannst:

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